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CB-Funk am Fahrrad – Basicvariante

Um auch auf dem Fahrrad CB-Funk Mobilbetrieb durchführen zu können gibt es viele verschiedene Varianten. Von Mobilgerät mit großem Akku und langer Antenne über Handfunkgerät mit externer Antenne, oder einfach nur mit dem Handfunkgerät.
Ich habe versuchsweise die letzte Variante gewählt.

Von der Idee zur praktischen Umsetzung

Der erste Versuch im Jahr 2010

Die Idee auch am Fahrrad ein CB-Funkgerät zu montieren hatte ich schon vor zehn Jahren. Damals hatte ich am Flohmarkt eine DNT-Formel 1 mit Antenne günstig erwerben können, aber eigentlich keine Verwendung dafür gehabt. Aus Neugierde und zu Testzwecken kam das Gerät mit Kabelbinder, einem großen Akku und einer umgebauten Magnetfußantenne auf das Fahrrad. Da das Setup aber groß und schwer war – dazu auch noch schlecht funktionierte habe ich das ganze dann wieder verworfen.

Basicvariante 2020

Dadurch dass die CB-Funkgeräte immer kleiner werden (z.b. Albrecht AE 6110) hatte ich immer wieder die Idee das Projekt neu zu beleben. Allerdings wollte ich dennoch das Setup so klein und leicht wie möglich halten, denn bei langen Bike-Touren möchte ich wenig unnötiges Gewicht mitnehmen. Außerdem sollte zumindest das Gerät schnell und einfach abnehmbar sein – Stichwort Wetter und Diebstahlschutz.

Aus diesen Gründen kommt für mich nur ein Handfunkgerät in Frage. Leider hatte ich bis vor kurzem kein vernünftiges Handfunkgerät, welches meinen Anforderungen entsprach (guter Akku, Funktionen,…).
Nachdem ich mir aber ein Stabo xh 9006e gekauft habe, welches meinen Anforderungen entsprach, hatte ich ein passendes Gerät, auch für den Betrieb am Fahrrad, gefunden.

Um zu testen, ob das ganze auch praktisch am Fahrrad nutzbar ist habe ich das Funkgerät mit Wiederverwendbaren Kabelbindern am Vorbau des Lenkers montiert („quick and dirty“).
Externe Antenne habe ich keine verwendet, da ich testen wollte ob und überhaupt Signale mit der kurzen Antenne (Original Antenne, ca. 20cm inkl. Stecker) in nahezu horizontaler Position empfangbar sind.
Ich wurde jedoch positiv überrascht (Empfangsbericht weiter unten).

Empfangsbericht

Die Tour ging vom Stadtzentrum Wiens in die untere Lobau und retour. Während der ganzen Fahrt konnte ich diverse Wiener und Niederösterreichische Stationen hören, auch LKW-Fahrer auf der Autobahn. Ich hätte mir selbst nicht gedacht, dass ich mit der kurzen Antenne in dieser Position überhaupt, außer in direkter Nachbarschaft zu einer Station, etwas empfangen kann.

Das absolute Highlight war eine Bandöffnung an meinem Rastplatz. Nach einer langen Durststrecke, ohne Bandöffnungen, war just an diesem Nachmittag, das Band über zwei Stunden offen. QSO ist mir mit der kurzen Antenne freilich keines gelungen, aber ich konnte vielen verschiedenen Stationen aus ganz Europa lauschen – inkl. einigen Piratenradiosendern aus den Niederlanden, Hi.

Weitere Pläne

Als nächstes werde ich eine externe Antenne am Fahrrad verbauen. Weiters auch eine bessere Halterung – ich werde euch am laufenden halten.

Auch zum Handfunkgerät und der originalen Antenne möchte ich noch ein paar weitere Tests machen. Mir ist zwar aufgrund der angehobenen Bedingungen weder ein QSO mit einer lokalen bzw. DX-Station gelungen, aber von der Empfangsqualität der kleinen Antenne war ich doch beeindruckt.

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